KiMus

Förderverein für die Kirchenmusik der Ev.-luth. Kirchengemeinde Bennigsen-Lüdersen e.V.

4. Advent – Sonntag, 18. Dezember 2011, 17 Uhr  in St. Martin Bennigsen

Georg Gebel (1709 – 1753) – Weihnachtsoratorium
für Solisten, Chor und Orchester

J.S. Bach “Nun komm, der Heiden Heiland” (Kantate BWV 61)
A. Corelli “Weihnachtskonzert” (Concerto grosso op. 6 Nr. 8)



Fotos: Martin Dziuba                                                                             Susanne Moldenhauer und Sabine Nauber  

Klassische Meisterstücke im rappelvollen Gotteshaus

Weihnachtliches Konzert in Bennigsen begeistert Zuschauer


Bennigsen (vob). Ein besonderer musikalischer Leckerbissen erwartetezum 4. Advent die Gäste in der St.-Martins-kirche in Bennigsen. Ein großes weihnachtliches Konzert mit der Kantorei und dem  Projektchor, Orchester und Solisten stand auf dem Programm.

Unter der Leitung von Sabine Nauber gelang den Protagonisten ein konzertales Meisterstück, das dem großen Besucherinteresse – es waren über 250 Zuhörer erschienen – mehr als gerecht wurde. Nach einem großartigen Auftakt mit Aufführungen von Johann Sebastian Bachs (1685-1750) Kantate „Nun komm, der Heiden Heiland“ und  Arcangelo Corellis (1653-1713) Weihnachtskonzert Concerto grosso op.6 Nr. 8 folgte der Höhepunkt des Abends: das Weihnachtsoratorium von Gregor Gebel dem Jüngeren.
Gebel (1709-1753) wurde in Brieg als Sohn des gleichnamigen Organisten geboren. Früh vom Vater gefördert, entwickelte er sich zum musikalischen Wunderkind mit besonderem Talent fürs Tastenspiel. Sein kompositorisches Schaffen forcierte er als Kapellmeister in diversen Stellungen.

Das Weihnachtsoratorium entstand während Gebels Arbeit unter dem Fürsten Johann Friedrich im thüringischen Rudolstadt, wo sich im 18. Jahrhundert ein reges kulturelles Leben entwickelte. Es ist, anders als viele Werke des Komponisten, erhalten geblieben, wurde für die Gegenwart wiederentdeckt und in diesem Jahr neu verlegt.
Im wörtlichen Sinn eröffnete das Oratorium mit Pauken und Trompeten und dem Chor „Jauchzet ihr Himmel! Erfreue Dich Erde!“ Sodann wurde die weihnachtliche Bibelgeschichte im Wechsel durch Chor- und Choralgesänge und mit Arien der Solisten musikalisch erzählt. Das festliche Ende markierte der festliche Lobpreis „Heil und Stärke“.
Die Zuschauer im voll besetzten Gotteshaus quittierten die musikalischen Leistungen nach Ende des Konzertes mit lang anhaltendem Applaus. Besonders begeisterten die Gesangssolisten Susanne Moldenhauer (Sopran), Gesine Frank (Alt), Volker Hanisch (Tenor) und […] [Michael Humann] (Bass).

[Volker Behner, NDZ 20.12.2011 Seite 9]

Rund 350 Besucher erleben Oratorium

Von Annegret Brinkmann-Thies Bennigsen.

Sprichwörtlicher Auftakt mit Pauken und Trompeten am Sonntag in der Bennigser Martinskirche: „Jauchzet, ihr Himmel“ – mit diesem Stück eröffneten die Chöre das Oratorium des im schlesischen Brieg geborenen Komponisten Georg Gebel (1709 bis 1753). Trompeten (Scott Keating und Hendrik Hartz) sowie Pauke (Thomas Richter) begleiteten den stimmgewaltigen Auftakt. Gebels Weihnachtsoratorium stand im Mittelpunkt des festlichen Konzerts. Rund 350 Zuhörer erlebten unter der Leitung von Kirchenmusikerin Sabine Nauber die Aufführung der Kantorei und des Männerprojektchors St. Martin sowie der Solisten Susanne Moldenhauer (Sopran), Gesine Frank (Alt), Volker Hanisch (Tenor) und Michael Humann (Bass).

Die Kantorei und der Männerprojektchor St. Martin sowie ein Kammerorchester unter der Leitung von Konzertmeisterin Marlene Goede-Uter (links) zählen zu den Mitwirkenden bei der Aufführung des Weihnachtsoratoriums von Georg Gebel in Bennigsen.

Ein Kammerorchester unter der Regie von Konzertmeisterin Marlene Goede-Uter sowie Axel LaDeur zählten bei den Instrumentalisten zu den Mitwirkenden. Die biblische Weihnachtsgeschichte wird in dem neu verlegten Werk des als Hofkapellmeisters tätigen Gebel fast predigthaft ausgedeutet.
Ausdrucksvoll interpretierten die Solisten Rezitative und Arien, während die Kantorei und der Männerprojektchor eindrucksvoll die Choräle und Chorstücke darboten. Mit dem frohen Lobpreis „Heil und Stärke“ gestalteten Sänger und Instrumentalisten schließlich das Finale des Werks. Den Lobpreis ließen sie zudem noch einmal als Zugabe erklingen.
Außer dem Weihnachtsoratorium erklang auch die bekannte Kantate „Nun komm, der Heiden Heiland“ von Johann Sebastian Bach (1685 bis 1750). Das auch als Weihnachtskonzert bezeichnete „Concerto grosso“ von Arcangelo Corelli (1653 bis 1713) rundete das Konzert ab, für welches das Publikum stehend Applaus spendete.
Pastor Harald Lemke dankte den Sängern und Instrumentalisten: „Sie haben uns mit Ihrer Musik viel Licht gebracht“ – jeder der Mitwirkenden erhielt als kleines Präsent eine Kerze, die von den Vorkonfirmanden verteilt wurden. 

[Text+Foto: Brinkmann-Thies, Deister Anzeiger 20.12.2011 Seite 4]

St. Martin Bennigsen, 09.10.2011

Himmel und Erde

Singspiel zur Schöpfungsgeschichte für Kinderchor von Birgit Pape


Kinderchor  der Grundschule und der Kirchengemeinde Bennigsen

Magdalene Döling (Flöte);  Bernd Hübner (Klarinette); Teo Merchisan (Bass);  Axel LaDeur (Klavier)
Bühnenausstattung von Schülerinnen und Schülern der Peter-Härtling-Schule (Klasse: Martina Garen)
Einstudierung und Leitung: Heike Doris Haak und Sabine Nauber

50 Kinder sind mit Eifer und großer Spielfreude dabei

von horst voigtmann bennigsen.

Die umfangreichen Vorbereitungen haben sich gelohnt. Fast 50 Kinder haben am Sonntagnachmittag in der Bennigser Martinskirche an einem Singspiel von Birgit Pape zur Schöpfungsgeschichte teilgenommen. Wohl ebenso viele Erwachsene waren unter anderem als Kostümnäher im Hintergrund beschäftigt gewesen. Heike Doris Haak, Lehrerin an der Grundschule in Bennigsen, und Kirchenmusikerin Sabine Nauber hatten den Kinderchor von Schule und Kirchengemeinde in vielen Proben auf diesen Tag gut vorbereitet. Den Kindern merkte man an, mit welchem Eifer sie auf der Bühne vor dem Altar die Geschichte von der Schöpfung aufführten. Von Lampenfieber keine Spur – eher war es die kindliche Spielfreude, die auf das Publikum übersprang und immer wieder zu spontanem Szenenapplaus führte. Zentrale Figuren in dem Spiel waren die Wolken, die gewissermaßen von oben herab die gesamte Schöpfungsgeschichte neugierig beob­achteten und kommentierten. Einige der Wolkendarstellerdarsteller hatten daher besonders viel Text auswendig zu lernen, aber sie lösten dies alles mit Bravour. Besonders eindrucksvoll waren auch die solistischen Gesangspassagen einige Kinder, zum Beispiel des Sonnendarstellers, der dann auch noch als Adam auf die Bühne kam. Nicht zu vergessen sind die liebe- und fantasievoll gestalteten Kostüme. Musikalisch hatte die Komponistin Pape alle Register gezogen. Die vier Musiker, die die Kinder begleiteten, waren Magdalene Döling (Flöte), Bernd Hübner (Klarinette), Teo Merchisan (Bass) und Axel LaDeur (Keyboard). Sie schafften mit großer Leichtigkeit den Wechsel zwischen volksliedartigen, Rap-ähnlichen und lateinamerikanischen Rhythmen. [Deister Anzeiger 11.10.2011 Seite 5]

Die Schöpfungsgeschichte: Mit Himmel und Erde fing alles an

Bennigser Kinderchor tritt mit viel Engagement und Spaß auf

Bennigsen (aju). Die Begeisterung war ihnen anzusehen: Die Kinder des  Grundschul- und  Kirchenchores sind jetzt im Bennigser Gotteshaus  aufgetreten. Sie führten das Singspiel „Himmel und Erde“ auf.  Das Stück behandelt die Schöpfungsgeschichte – allerdings nicht so, wie sie in der Bibel zu  finden ist.
Für Kinder gut verständlich, wird die Schöpfung aus Sicht der Wolken erzählt und  kommentiert. „Wir haben  uns das Thema des Singspiels ausgesucht, weil wir sowohl Chor  der Grundschule als auch der Kirche sind. Deshalb brauchen wir den geistlichen und auch weltlichen Aspekt“, erklärte Kirchenmusikerin Sabine Nauber, die zusammen mit Heike Doris Haak die Leitung des  Stücks übernahm. 
47 Kinder schauspielerten und sangen. Das farbenfrohe Bühnenbild  wurde von Schülern der Peter-Härtling-Schule gestaltet, für die liebevoll  gefertigten Kostüme bastelten Eltern monatelang. Bekannte Kinderlieder wie „Alle Vögel sind schon da“ wurden umgeschrieben  und bekamen einen religiösen Inhalt. „Wir probten seit fast zwei Monaten vor den  Sommerferien. Aber es hat sich gelohnt“, ist Nauber überzeugt. Sie freute sich vor allem  darüber, dass die jungen Sänger viel Spaß hatten. [Neue Deister Zeitung 12. Oktober 2011, Seite 12]

Erste Fotos von Sylvia Glüer: 

 





Gleich geht es los!

23.09.2011 St. Marien Lüdersen
Lüderser Serenade  -  Jazziges für 5 Saxophone

mit  Bernd Hübner, Andreas Becker, Sabine Becker, Wolfgang Schwarz und Wolfgang Neumann sowie Ralf Adamiec als Sänger und Conférencier

Jazzige Klänge in der Kirche kommen gut an

Spielen im Altarraum der St.-Marien-Kirche Lüdersen: Wolfgang Neumann (von links), Wolfgang Schwarz, Andreas und Sabine Becker und Bandleader Bernd Hübner.


Von Horst Voigtmann Lüdersen.

Fünf Sa­xofo­ne, eine Trom­pe­te, zwei Po­sau­nen und ein Kla­vier, dazu ein Schlag­zeug, ein Bass  sowie ein Sän­ger und Con­fe­ren­cier: Das sind die Blatastas aus Neustadt am Rübenberge, die inzwischen seit 25 Jahren bestehen. Bandleader und Profimusiker Bernd Hübner, der in Lüdersen wohnt, gestaltete am Freitagabend eine Serenade in der Lüderser Kirche mit einer für den Altarraum passenden Formation. Sie bestand aus fünf Saxofonmusikern sowie dem Sänger Ralf Adamiec. Dabei ging es jazzig zu. Im Programm des Saxofon­quintetts waren überwiegend solche Titel, die die etwa 60 Zuhörer mitsummen konnten. So ging es wohl den meisten bei dem von Jimmy McHugh 1930 komponierten „On the Sunny Side of the Street“ und bei den sich gleich anschließenden drei Titeln aus der Oper „Porgy and Bess“ von George Gershwin.

Zu dem Konzert eingeladen hatte der Förderverein für die Kirchenmusik der Kirchengemeinde Bennigsen-Lüdersen (KiMus). Sänger Adamiec übernahm die launigen und informativen Überleitungen zwischen den einzel­nen Titeln und beim Stück vor der Pause den Gesangspart. Er behauptete frech, wie einst der junge Schauspieler Heinz Rühmann, stürmisch und leidenschaftlich zu sein. „Ich brech? die Herzen der stolzesten Frau?n“, sang er ebenso mit bescheidenem Gestus wie man es auch von Rühmann kannte. Nach der Pause erinnerten die Instrumentalisten mit ihren Stücken unter anderem an das einst von Frank Sinatra gesungene und von Cole Porter komponierte „I?ve Got You Under My Skin“ sowie an die Beatles und ihr „When I?m 64“. Zudem spielten sie Irving Berlins Hit aus den dreißiger Jahren „Blue Skies“und Duke Ellingtons „Satin Doll“. Der Applaus des Publikums zeigte: Solche Klänge in der Kirche waren die Besucher nicht gewohnt, aber es hat­te ihnen gefallen.

[Text+Foto: Horst Voigtmann, Deister Anzeiger 26.09.2011 Seite 2]

Erste Fotos von Sylvia Glüer:




              Ein wunderschöner Frühherbstabend lockte die Besucher in die St. Marien - Kirche in Lüdersen

11.09.2011 St. Martin Bennigsen

Sonntagsmusik – Von Leipzig bis Oslo - Künstlerisches Trio erhält Beifall und Blumensträuße

Kirchenmusik bei St. Martin in Bennigsen – mit Magdalene Döling, Sylvia Glüer und Sabine Nauber


Bennigsen (si).
Klanggenuss, virtuoses Spiel und brillante Wiedergabe: Alles schien im Einklang bei dem Konzert in St. Martin – nur nicht der regenverhangene Himmel vor dem Gotteshaus. Er hielt diesmal viele treue Kirchenmusikfreunde von einem Besuch ab.So war es fast ein intimer und reizvoller Spätnachmittag in der nur gut zur Hälfte gefüllten Kirche. In der Besetzung mit Magdalene Döling (Flöte), Sylvia Glüer (Violine) und Sabine Nauber (Orgel) stellte sich das künstlerische Trio mit einem außergewöhnlich schönen Konzert vor. Die drei Damen kennen sich nicht nur gut, sie musizieren darüber hinaus überaus stilsicher und auf hohem Niveau miteinander. Besucher sprachen nach ihrem Auftritt sogar von einem prächtig gelungenen „Heimspiel“.

Auf dem Programm, das Sabine Nauber mit dem Orgelwerk „Festpräludium“ a-Moll op 73 von Christian Fink (1831 bis 1911) furios im Fortissimo begann, stand unter anderem das neugierig machende „Les Follies d’Espagne“ von Marin Marais im Mittelpunkt – mit 19 Variationen in der Fassung für Flöte und Violine. Sie offenbarten sich als eine musikalische Kostbarkeit. Basierend auf einer alten sarabandenartigen Tanzmelodie, die schon im 17. Jahrhundert europaweit populär geworden ist.

Romantisch erklingend und von Döling und Glüer interpretiert, legte das temperamentvolle Duo bei der weiteren Konzertfolge noch zu – besonders zusammen mit Sabine Nauber bei der krönenden Triosonate in G-Dur für Flöte, Violine und Orgel von Johann Sebastian Bach.
Nach lang anhaltendem Beifall und Blumensträußen für die großartige künstlerische Leistung des Ensembles, wurde der ursprünglich im Kirchgarten vorgesehene Weinumtrunk zwangsläufig aufgrund des Wetters in das St.-Martin-Gemeindehaus gegenüber verlagert.

Danach gab es eine kurze Vorschau und Einladung auf die mit Spannung erwartete „Lüderser Serenade“ am Freitag, 23. September, in der St.-Marien-Kirche des Bergdorfes. Unter dem Motto „Jazziges für fünf Saxophone“ stehen die fünf Musiker Bernd Hübner, Andreas Becker, Sabine Becker, Wolfgang Schwarz und Wolfgang Neumann an diesem Abend auf der Kirchenbühne. Die Veranstaltung beginnt nach einem Umtrunk um 20 Uhr.
[W. Kratzin, Neue Deister Zeitung 14.09.2011 S. 9]

Zuhörer reisen auch nach Oslo

Von Horst Voigtmann Bennigsen. 
Im Zuge der Sonntagsmusiken hatte die evangelische Kirchengemeinde Bennigsen für den Abend  der Kommunalwahl in die St.-Martins-Kirche eingeladen. Magdalene Döling (Flöte), Sylvia Glüer (Violine) und Sabine Nauber (Orgel) hatten ihrem Auftritt, den 60 Zuhörer verfolgten, den Titel „Von  Leipzig bis Oslo“ gegeben.

Dass sie dabei nicht die gerade Strecke meinten, wurde beim Durch-blättern des Programms rasch erkennbar: Ein ziemlich umfangreicher musikalischer, aber lohnender Umweg führte nach Frankreich, in die Metropole Paris. Ganz zu Anfang war mit zwei Orgelstücken von Christian Fink sogar ein Besuch in Baden-Württemberg vorgesehen, zu dem Organistin Sabine Nauber einlud.

Auch musikalisch war das Konzert ein Genuss. So war das Zusammenspiel von Döling und Glüer nicht nur bei „Les Folies d?Espagne“, den spanischen Tollheiten, hervorragend. Auch das solistische Spiel von Döling bei Claude Debussys „Syrix“ war glänzend und bei Artur Honeggers „Danse de la Chèvre“ gar verblüffend. Der „Tanz der Ziege“ konnte vor dem inneren Auge nachvollzogen werden. In Verbindung mit diesem Stück zeigte die Flötistin auch ihren sicheren Umgang mit Sprache, denn sie stellte der Komposition ihr Gedicht „Ziegentanz“ an die Seite. Der Besuch in Oslo wurde mit der Romanze in G-Dur von Johan Severin Svendsen sinnfällig, die Glüer zart und – wo die Komposition es verlangte – temperamentvoll vortrug. Nauber an der Orgel hatte dabei die Rolle des Orchesters übernommen, das eigentlich die Violine zu begleiten hatte. Es folgte ein kleiner Abstecher nach Wien: Dort entstand das Choralvorspiel „Herzlich tut mich erfreuen“ von Johannes Brahms, das Nauber einfühlsam vortrug. Mit der Triosonate in G-Dur für Flöte, Violine und Orgel von Johann Sebastian Bach endete das Konzert in Leipzig. Das Publikum bedankte sich mit lang anhaltendem Applaus.
[Foto: Horst Voigtmann] [Deister Anzeiger 13.09.2011 S. 7]

Bekannte Personen in Springe zeigen dem Deister-Anzeiger ihre Lieblingsplätze zur Sommerzeit.

 Von Friedhof in Lüdersen fasziniert

Der kleine, idyllische Friedhof in Lüdersen übt auf Kirchen-musikerin Sabine Nauber einen ganz besonderen Reiz aus. Gern entspannt sie sich dort zwischen Dienstbesprechungen, Orgel- und Chorproben.

lüdersen. Mit Friedhöfen in der Region kennt sich Sabine Nauber aus. Für die Kirchenmusikerin der Gemeinde Bennigsen/Lüdersen sind sie so etwas wie ein Arbeitsplatz, spielt die 53-Jährige doch regelmäßig bei Beerdigungen im Umland von Hannover die Orgel. Ihr Urteil also kommt aus berufenem Munde, und im Falle von Lüdersen fällt es eindeutig aus. „Dieser kleine, idyllische Friedhof ist einer der schönsten“, sagt Nauber. Schon allein die Anfahrt über Hiddestorf macht der in Hannover lebenden Musikerin viel Freude. „Wenn ich dann den Kirchturm von Lüdersen sehe, bin ich in meiner zweiten Heimat am Süllberg angekommen.“ Und ausdrücklich meint sie damit auch Bennigsen. Der Lüderser Friedhof aber hat es ihr ganz besonders angetan.Gern entspannt sich Nauber dort zwischen Dienstbesprechungen, Orgel-, Posaunen-, und Chorproben bei einem Rundgang über den liebevoll restaurierten Friedhof. Dabei setzt sie sich auch schon einmal auf eine Bank und lässt ihre Gedanken schweifen – oder lässt sich auf ein Zwiegespräch mit Engeln ein.ged
[Text und Foto: Deppe, DA 05.08.2011 Seite 4]

31.07.2011

Musikalische Erzählungen - Kultursommer der Region 2011

Ein Abend für Harfe solo und Erzähler

Mirjam Schröder  (Harfe) / Jonas Minthe  (Sprecher)

Harfentöne perlen wie Tautropfen

Von Cornelia Schneider-Pungs Bennigsen.
Ein alter baskischer Tanz eröffnete am Sonntag das Konzert in der St.-Martins-Kirche in Bennigsen: Mit dem Programm „Musikalische Erzählungen“ entführten Harfenistin Mirjam Schröder und Sprecher Jonas Minthe das Publikum zunächst auf eine musikalische Reise nach Spanien. Tänzerische Rhythmen und leidenschaftliche Melodien kennzeichnen das Stück „Viejo Zortzico“ von Jesus Guridi, das Mirjam Schröder einfühlsam auf der Harfe vortrug. Spanisches Temperament bewies auch Minthe, der zu dem Stück „La del alba seria“, ebenfalls von Guridi, Auszüge aus Miguel de Cervantes? „Don Quijote de la Mancha“ vorlas. Scharfzüngig-ironisch gestaltete er die Pointen der Geschichte Don Quijotes. Dessen groteske Ritterlichkeit spiegelte sich in der lebhaften und lautmalerischen Vertonung für Harfe wider.

Wie perlender Tau klingt das Stück „Au Matin“ von Marcel Tournier, das Schröder mit kühner Perfektion interpretierte. Bei „Une châtelaine  en sa tour“ von Gabriel Fauré entlockte die Harfenistin ihrem Instrument sphärisch-sehnsuchtsvolle Klänge, passend zum Liebesgedicht  „La bonne chanson“ von Paul Verlaine – auch wenn dessen Vortrag in französischer Sprache leicht hölzern geriet. Herzzerreißend gelang schließlich die Kombination aus Franz Liszts „Le Rossignol“ und Oscar Wildes Erzählung „Die Rose und die Nachtigall“.

Minthe trug den zunächst romantischen, dann zunehmend morbiden Text mit einer Eindringlichkeit vor, die den Zuhörern sichtlich naheging.  Bittersüß waren die Harmonien in Franz Liszts Komposition, immer wieder durchbrochen vom nervösen Trillern der Nachtigall.
Auch Claude Debussys „Clair de Lune“ auf der Harfe beeindruckte das Publikum: Vor dem finalen Applaus herrschte für einen Moment atemlose Stille. Jonas Minthe und Mirjam Schröder fesseln ihr Publikum mit ausdrucksvollem Vortrag und einfühlsamem Harfenspiel.

[Deister Anzeiger 02.08.2011 Seite 3]

Künstlerduo mit zauberhaften Melodien und Geschichten

Harfenistin Mirjam Schröder und Erzähler Jinas Minthe begeistern 200 Zuhörer in der St.-Martinskirche

Bennigsen (si). Mit Guridis baskischen Folklorekompositionen „Vijeo Zortzico“   und „La del alba  seria“ stimmte Mirjam Schröder das Publikum  mit zauberhaften Melodien auf  „Musikalische Erzählungen“ voller Dramatik und Poesie ein. Anlässlich des Kultursommers der Region trat die Harfenistin in der Bennigser  St.-Martinskirche auf.
Der jungen Künstlerin von der Weimarer Musikhochschule Franz Liszt stand beim Debüt am Deister der hannoversche Schauspielstudent Jonas Minthe als vielseitiger Erzähler zur Seite. Mit ihm vereinte sich die Klangfülle der Harfe mit sprachlich amüsant vorgetragenen Episoden des sinnreichen Junkers Don Quijote – besonders beim Enthüllen von Guridis vielerorts bislang noch unbekanntem Werk „La del Alba Seria…“
Das anspruchsvoll und überzeugend gestaltete Repertoire des Künstlerpaares begeisterte im zweiten Teil der Veranstaltung unter anderem mit Vertonungen des vor 200 Jahren geborenen Thüringer Pianisten und Komponisten Franz Liszt. Sie wurden mit viel Beifall bedacht, genauso wie der nach Oscar Wildes „Die Rose und die Nachtigall“ und Claude Debussys wohl berühmtester Suite, mit dem er das bekannte „Clair de Lune“ zu Weltruhm verhalf.
Mirjam Schröder, die sich als Solistin in bekannten Orchestern in ganz Deutschland einen Namen gemacht hat, erhielt für ihr Harfenspiel voller Anmut und Harmonie bei zahlreichen Wettbewerben Auszeichnungen und Preise.
Mit ihrer Spielkunst konnte sie auch im Bennigser Gotteshaus die etwa 200 Besucher mit feinen Melodien erobern. Die Harfe soll als eines der ältesten Instrumente sagenumwoben von den Engeln vom Himmel herab auf die Erde gekommen sein – so himmlisch waren auch die Töne, die sie ihrem Instrument entlockte. Der lang anhaltende Beifall am Schluss galt natürlich ebenfalls Jonas Minthe, mit dem sich die gebürtige Karlsruherin zu einem inzwischen erfolgreichen musischen Duo zusammengetan hat. [Foto und Text: W. Kratzin, NDZ 02.08.2011 Seite 9]

Die ersten Fotos vom Konzert [Sylvia Glüer]:






Sommerliedersingen der Bennigser Chör am 3. Juli 2011

Sommerliedersingen ohne Sommer

von Horst Voigtmann Bennigsen.

Es ist Sonntag, Anfang Juli, es regnet, das Thermometer zeigt zwölf Grad Celsius. Da ist es gut, wenn man sich mit dem  Singen von Sommerliedern ein wenig Mut macht. Eigentlich war es als Freiluftkonzert auf dem Bennigser Kirchhof geplant. Aber wegen des schlechten Wetters zogen die Sänger in die Martinskirche. Der Altarraum war gefüllt mit Kindern und Erwachsenen, im Kirchenschiff hatten etwa 60 Gäste Platz genommen. Der Kinderchor der Kirchengemeinde und der Grundschule Bennigsen mit Lehrerin und Chorleiterin Heike  Doris Haak, der Gesangverein Bennigsen von 1863, die Kantorei und der Männerprojektchor St. Martin Bennigsen mit Chorleiterin Sabine Nauber hatten zahlreiche Lieder vorbereitet. So erklang vom Kinderchor vorgetragen das Lied „Alle Vögel sind schon da“ mit zusätzlichen Strophen und die Geschichte von der kleinen Biene, die auf ein größeres Projekt hindeuten: ein Musical, verfasst von Birgit Pape, mit dem Titel „Himmel und Erde“, das aus der Sicht von Wolken die Schöpfungsgeschichte für Kinder erzählt. Das ganze Musical soll im Oktober aufgeführt werden. Heiter wurde es auch bei dem Lied „Ich will erzählen und nicht lügen“, bei dem jedoch gelogen wurde, dass sich die Balken bogen. Die Sänger der Chorge-meinschaften hatten ein leichtes Programm aus Volksliedern zusammengestellt, darunter „Im Frühtau zu Berge“ und ein Quodlibet „Jäger und Kuckuck“ von Helmut Barbe. Den Abschluss bildete „Geh´ aus, mein Herz und suche Freud“. [Foto und Text: Horst Voigtmann, Deister-Anzeiger 05.07.2011 Seite 5]

Kinderchor der Grundschule und Kirchengemeinde Bennigsen, Gesangverein Bennigsen von 1863, Kantorei und MännerprojektchorSt. Martin Bennigsen

Chöre läuten mit Volksliedern die Urlaubszeit ein

In Bennigsen lebt ein alter Brauch wieder auf / Stimmenzauber in der St.-Martins-Kirche

Bennigsen (si).
Sommersingen in St. Martin – diesen alten schlesischen Brauch ließen Kirchenmusikerin Sabine Nauber und Chorleiterin Heike-Doris Haake aufleben. Mitwirkende waren Kinderchor, Kantorei-Männerprojektchor von St. Martin und der Gesangverein Bennigsen. Die Idee, Gottesdienstbesucher und Freunde des Chorgesangs im Kirchgarten mit Volksliedern auf die bevorstehende Urlaubs-und Ferienzeit einzustimmen, kam der Kirchenmusikerin vor geraumer Zeit an den Übungsabenden. Weil das Vorhaben so mit dem widrigen Wetter nicht in Einklang gebracht werden konnte, wurde die Veranstaltung kurzfristig in St. Martin verlegt, wo Stimmenzauber bekanntlich besonders gut ankommt. Allerliebst waren dabei die frühlingshaften Gesänge der Kinder. Sie galten der Vogelwelt und den Bienen ebenso wie „Tiggetidag“, dem lustigen Tausendfüßler. Mit Friedrich Silchers gern gehörtem Schifferlied „Es löscht das Meer die Sonne aus“, dem Wanderlied „Im Frühtau zu Berge“ und Goethes vertontem Gedicht „Sah ein Knab‘ ein Röslein stehen“ setzten Gesangverein und Kantorei Akzente. Ein gelungener Sonntagvormittag, bei dem sich das Publikum am Schluss bei Paul Gerhardts „Geh‘ aus mein Herz und Suche Freud in dieser schönen Sommerszeit“ überaus fröhlich anschloss. [Text und Foto: W. Kratzin, Neue Deister Zeitung 06.07.2011 Seite 9]





   [Fotos: Ilse Hüper]

19.05.2011  St. Martin Bennigsen

Konzert im Rahmen des MASALA Weltbeatfestivals Hannover
Black Voices   U.K.



 Impressionen während des Konzertes und danach........



[Fotos: Olaf Maikopf - MASALA [www.masala-festival.de]]

Freiheit, Frieden, Soul

MASALA: Black Voices in der St. Martinskirche Bennigesen

Von Malte Brede

„Freedom Now“ – die englische Gospelgruppe Black Voices singt den Slogan der afroamerikanischen Freiheitsbewegung, und die Zuhörer in der fast ausverkauften Bennigser St. Martinskirche stimmen mit ein. Das Konzert im Rahmen des Masala Festivals ist fast schon ein Mitmach-Event. Bei einem Workshop im Vorfeld hatten die fünf Sängerinnen mit Wurzeln in der Karibik bereits einen Teil des Publikums auf ihre Seite gebracht. Im Konzert ist dann der Rest an der Reihe. Die Zuhörer spielen Luftinstrumente, tanzen Gospelschritte und singen. Neben dem Spaß an der Musik ist Black Voices vor allem die Botschaft ihrer Stücke wichtig. Die Gospels und Spirituals handeln vom Kampf gegen die Unterdrückung und für Frieden und Gleichberechtigung. Und bei so viel positiver Energie sind auch die Zuhörer bald von der Möglichkeit einer besseren Welt überzeugt. Ein besonderer Höhepunkt vor der Pause ist „Baba Yetu“, das Vaterunser auf Suaheli. Ein Gebet, das das  Herz berührt. Die Black Voices überzeugen mit viel Soul in der Stimme. Selbst die Tatsache, dass kein Mann den bei A-cappella-Musik fast unverzichtbaren Basspart übernehmen kann, ist kein Hindernis. Bandleaderin Carol Pemberton hat ein Stimmvolumen, das so manchen Mann erblassen lassen könnte. Sie ist bereits seit der Gründung Mitglied der immerhin 24 Jahre bestehenden Formation. In der zweiten Hälfte des Konzerts wird es dann etwas weltlicher und weniger spirituell. Ein eigenes Arrangement von Stings „Fragile“ macht den Anfang. Später verweisen die Sängerinnen mit Bob Marleys „Redemption Song“ noch einmal auf die karibischen Wurzeln. Das Publikum ist begeistert.
Nach dem Konzert gibt es vor der Kirche noch ein paar Zugaben mit den Workshopteilnehmern. Ein wahrhafter Segen für die Nachbarschaft.
Heute Abend macht Masala einen Ausflug nach Kuba. Juan de Marcos „Afro-Cuban All Stars“ präsentieren Salsa auf höchstem Niveau. Beginn ist um 21 Uhr im Raschplatz-Pavillon in Hannover.
[21.05.2011 / HAZ Seite 14 Ressort: KULT] 

 [Foto: Annegret Brinkmann-Thies]

[Foto: Annegret Brinkmann-Thies]

[Deister Anzeiger 21.05.2011 Seite 3]

Springe

Bezaubernder Gesang mit Herz und Seele

Fünf Ladies mit bezaubernden Stimmen: Die UK-Gospelgruppe „Black Voices“ bei ihrem Auftritt in der Bennigser Kirche.

Von Johannes Thomsen Bennigsen.

Gospelchöre meinen es nicht immer gut mit ihrem Publikum. Halbstündige Oh-Happy-Day-Eskapaden und  renitentes Amazing- Grace-Gejammer gehören mittlerweile fest zum musikalischen  Folterinstrumenten-Kanon der meist talarartig gekleideten Sangesjünger. Dass Gospel aber auch anders geht, durften die zahlreichen  Besucher der Bennigser St.- Martins-Kirche am Donnerstagabend live miterleben. Die „Black Voices“, eine fünfköpfige A-cappella- Gruppe aus Birmingham (England), feierten anlässlich des 17. Weltbeat-Festivals Masala ihr Calenberger Konzertdebüt.

Auf dem Programm standen neben klassischen Spirituals auch modernere Pop-, Reggae- und Soulnummern. Ein erstes gesangliches Ausrufezeichen setzten die fünf Ladies mit „Sometimes I feel like a motherless child“. In diesem Moment hätte man sie sicher fallen hören können – die viel zitierte Stecknadel – derart bezaubernd trieb der soulige Gesang durch die steinernen Gewölbe. Was dann folgte war einfach nur irre: Das weltbekannte Na-na-na-na-na-Riff aus Cannibal & the Headhunters‘ „Land of a Thousand Dances“, was schon Ini Kamozes als „Here comes the Hot Stepper“ verohrwurmte, nutzte das Quintett zu einem interaktiven Wechsel mit dem gospelhungrigen Publikum, für das es nun auch kein Halten mehr gab. Mit frenetischem Jubel und heftigem Fußtrampeln wurden die Britinnen in die Pause entlassen.
Doch wer sich bei seinem Pausengang an den Getränketresen sicher war, den Höhepunkt des Abends bereits erlebt zu haben, der irrte gewaltig. Im zweiten Teil liefen die „Black Voices“ zu absoluter Galaform auf und sangen sich mit viel Seele und einer ausgezeichneten stimmlichen Leistung durch ihr ansprechendes Repertoire. So durften die Zuschauer schließlich auch einen magischen Moment erleben, als Shereece Storrod, Tochter des „Black Voices“-Mitglieds Carol Pemberton, ihre Gesangskolleginnen mit einem traumhaften „Bridge over troubled water“-Cover zu Tränen rührte. Dieser tolle Abend wird wohl allen Anwesenden noch lang im Gedächtnis bleiben. [NDZ 21.05.2011]

Die ersten Fotos vom Konzert [Sylvia Glüer]: